Leistungen

Rekultivierung & Renaturierung

Technische Rekultivierung und ökologische Renaturierung

Rohboden, Abgrabungsflächen, Deponien — Rekultivierung unter schwierigen Substratbedingungen

Tagebaufolgeflächen, Deponien, Moore und Auen erfordern mehr als Begrünung — sie erfordern den gezielten Wiederaufbau funktionsfähiger Bodenstrukturen und ökologischer Funktionen. SRBT verbindet technische Rekultivierung und ökologische Renaturierung als integrierten Ansatz.

Bodenaufbau auf schwierigen Standorten.

Zielvegetation statt Begrünung.

Technische Rekultivierung

Rekultivierung auf Tagebaufolgeflächen, Deponien und Industriebrachen scheitert an denselben Problemen: fehlendes Substrat, extreme pH-Werte, Schwermetallbelastung oder vollständige Bodenstrukturlosigkeit. Konventionelle Ansaat kommt nicht an die Ursache heran.

SRBT setzt mehrstufige Pedogeneseverfahren ein — hydraulisch applizierte Bodenaufbauschichten, die auf Rohboden die Funktionen von Oberboden übernehmen: Wasserspeicherung, Nährstoffversorgung, mikrobiologische Aktivität, Keimgrundlage. Auf schwermetallbelasteten Flächen wird die Formulierung auf Phytostabilisierung ausgerichtet — Immobilisierung der Schadstoffe im Boden statt kostenintensive Bodensanierung.

Ökologische Renaturierung

Renaturierung bedeutet nicht Begrünung — es bedeutet die Entwicklung standortspezifischer Pflanzengesellschaften, die langfristig ohne Pflegeeingriffe funktionieren. Das erfordert die richtige Saatgutmischung, das richtige Substrat und die richtige Formulierung.

SRBT arbeitet mit behördlich abgestimmten Artenspektren und Regiosaatgut — keine gebietsfremden Arten, keine Kultursorten. Pasteurisierte Trägermaterialien verhindern die Einschleppung standortfremder Unkrautsamen in sensible Zielgesellschaften.

Anwendungsfelder

Rekultivierung und Renaturierung — nach Standorttyp.

Tagebaufolgeflächen & Abraumhalden

Rohboden ohne Bodenentwicklung, extremer pH, hohe Schwermetallgehalte. Mehrstufige Pedogeneseverfahren — hydraulisch applizierte Bodenaufbauschichten als Grundlage. Phytostabilisierung auf belasteten Teilflächen.

BBodSchG · BNatSchG §15 · LBodSchAG
Deponien & Altlasten

Oberflächenversiegelung und Erosionsschutz parallel zur Vegetationsetablierung. Alle Formulierungen WGK 0 — kein Eintrag in Sickerwasser oder Deponat. Ausführung ohne Beeinträchtigung der Abdichtungsschicht.

DepV · BBodSchG · AwSV §62
Alpine Eingriffsflächen

Lifttrassen, Skitrassenbau, Lawinenschutzbauten — kurze Vegetationsperioden, extreme Exposition. Thermocontrol-Formulierungen, Flugbegrünung für unzugängliche Lagen. Regiosaatgut für Hochlagenstandorte.

ÖNORM L 1110 · UVP-Auflagen
Feuchtgebiete, Auen & Überschwemmungsflächen

Standortangepasste Saatgutmischungen für Wechselfeuchtestandorte, WGK-0-Formulierungen. Kein Material, das in Gewässer eingetragen werden kann. Behördlich abgestimmte Artenspektren.

WHG · BNatSchG §30 · AwSV §62
Moore & Niedermoore

Hochsensible Standorte mit spezifischen pH-, Nährstoff- und Feuchtigkeitsanforderungen. Formulierungen ohne mineralische Zuschlagstoffe, die den Torfchemismus verändern würden. Kein Stickstoffeintrag über Düngung.

BNatSchG §30 · FFH-Richtlinie · WHG
Magerrasen & Biodiversitätsflächen

Artenreiche Zielgesellschaften erfordern nährstoffarme Substratbedingungen. Formulierungen mit gezielt niedrigen Nährstoffgehalten, standorttypisches Regiosaatgut, keine gebietsfremden Arten.

BNatSchG §39/§40 · FFH-Richtlinie
Gewässerränder & Uferböschungen

Erosionsschutz unter Fließgewässerbelastung, WGK-0-Materialien, Gehölzetablierung auf Böschungsoberkante. Behördlich abgestimmte Artenspektren für Ufervegetation nach Wasserrecht.

WHG · BNatSchG §38 · AwSV
Industriebrachen & Konversionsflächen

Verdichtete, kontaminierte oder anthropogen veränderte Substrate. Substratbewertung, Kontaminierungsbewertung, projektspezifische Formulierungsentwicklung — Phytostabilisierung oder Vollrekultivierung je nach Projektziel.

BBodSchG · BodSchV · BNatSchG §15
Kahlschlag- & Windwurfflächen

Großflächige Erosionsschutzmaßnahmen nach Borkenkäfer, Windwurf oder Brand — Erstbegrünung vor der Wiederaufforstung. Flugbegrünung für unwegsame Lagen, zeitkritische Ausführung vor Wintereinbruch.

BWaldG · BNatSchG §15 · BBodSchG

Phytostabilisierung vs. Phytoextraktion — wann welcher Ansatz:

Phytostabilisierung: Etablierung toleranter Pflanzengesellschaften, die Schadstoffe im Boden immobilisieren — durch Wurzelaktivität, organische Komplexbildung und reduzierte Wasserbewegung. Keine Aufnahme der Schadstoffe in die Pflanze. Ziel: Oberflächenerosion und Schadstoffaustrag dauerhaft verhindern. Deutlich kostengünstiger als Bodensanierung, regulatorisch anerkannt nach BBodSchG. Geeignet für: Schwermetalle (Blei, Zink, Cadmium), diffuse Belastungen, großflächige Standorte.

Phytoextraktion: Pflanzen nehmen Schadstoffe aktiv auf und akkumulieren sie in der Biomasse, die anschließend als Sondermüll entsorgt wird. Aufwändig, langsam, bei hohen Schadstoffkonzentrationen unwirtschaftlich. Für die meisten Rekultivierungsprojekte keine praktikable Option.

Konsequenz für die Formulierung: Bei Phytostabilisierung wird die Vegetationstragschicht auf Immobilisierungswirkung ausgerichtet — erhöhter Anteil organischer Substanz und Pflanzenkohle für Schadstoffbindung, pH-Pufferung für Schwermetallimmobilisierung, Saatgutauswahl aus toleranten und tief wurzelnden Arten (Festuca, Puccinellia, ausgewählte Kräuter).

Unser Ansatz

Ökologische Bewertung, Formulierung und Ausführung.

01
Ökologische Standortbewertung

Substrat, Schadstoffstatus, pH, Hydrologie und Zielvegetation werden erfasst. Abgrenzung Phytostabilisierung vs. Vollrekultivierung, Saatgutabstimmung mit Naturschutzbehörde bei Schutzgebieten.

02
Formulierung & Systemauswahl

Pedogeneseschicht, Erosionsschutzmatrix, Saatgutmischung und ggf. Phytostabilisierungsformulierung werden projektspezifisch konfiguriert. WGK-0-Konformität und artenschutzrechtliche Anforderungen fließen in die Systemauswahl ein.

03
Ausführung & Sukzessionsmonitoring

Eigene Maschinentechnik oder Flugbegrünung für unzugängliche Lagen. Vegetationsentwicklung und Sukzession werden dokumentiert — als Nachweis für Eingriffsregelung und behördliche Abnahme.

résultat dans la globalité de la projection
Sie haben Fragen?

Standorttyp und Projektziel nennen — wir empfehlen den geeigneten Ansatz.